Ganz schmutzige Wäsche

Gestern in einem Nebensatz vom Boss von meiner Personalverantwortung über das gesamte nicht ärztliche Personal erfahren (da die Rechtslage im Hinblick auf meine Arbeitserlaubnis immer noch unklar ist, gibt es auch keinen Arbeitsvertrag, der solche Fragen beantworten würde). Nachdem das geklärt ist, steht ganz oben auf der Agenda Female Wrestling mit zwei malignen OP-Schwestern, die in zwei Jahren 13 neue Mitarbeiter innerhalb weniger Monate weggemobbt haben. Wenn nur ein Viertel dessen wahr ist, was mir zwei Opfer und Kollegen aus Anaesthesie und Kardiotechnik erzählt haben, haben die beiden ausgewachsene Persönlichkeitsstörungen. Da sie schlau vermieden haben, Personal auszubilden, können wir sie nicht einfach feuern, jemand muss schließlich instrumentieren.
Taktische Vorschläge, irgendjemand?
HiG (anonym) - 16. Feb, 14:38

Betonfüße, virtuelle...

Ich hoffe, diese Schwestern können auch lesen, nicht nur instrumentieren. Als erstes brauchen Sie wirkliche Rückendeckung vom Boss. Darauf müssen Sie sich verlassen können. Gegebenenfalls muss der Ihnen etwas unterschreiben, was man zur Drohung kurz vorzeigen kann. Auf jeden Fall sollte das Ganze den Charakter eines abgeschnittenen Fingers haben.
Dann die Damen einzeln ins Büro bitten. Am besten wäre es, wenn sie im Vorzimmer warten müssen. Sich kurz entschuldigen, noch mal hinausgehen. Schmoren lassen. Wieder hineinkommen. Fragen stellen wie: "Sie können sich sicherlich denken, warum ich mit ihnen sprechen will, nein, dann denken Sie mal nach. Gibt es etwas, was in Ihrem Arbeitsbereich zu verbessern wäre?" So ganz im Stil einer chinesischen Gedankenreform, wo der Angeklagte sich selbst bezichtigen muss. Dann ein vorbereitetes Papier aus der Schublade ziehen. In der die Situation und das Fehlverhalten beschrieben wird mit der Gelobung um Besserung. Sie und der Boss haben schon unterschrieben. Unterschrift verlangen. Sagen, dass Sie das nicht verwenden werden und in ihre Schublade legen werden, vorerst, aber bei neuem Fehlverhalten! Mit neuen Mitarbeitern drohen. Sie hat der Boss ja auch besorgt.
Das Ganze muss wie ein Gespräch beim Paten wirken. Schauen Sie sich vorher zur Einstimmung ein paar einschlägige Filme an. Üben Sie Ihren Gesichtsausdruck vor dem Spiegel.

Viel Glück!

nachtschwester - 16. Feb, 19:40

Alle Achtung, HiG, abgeschnittener Finger, Selbstbezichtigung, der Pate, Sie haben den Charakter der Situation exakt erfasst! Teile davon werde ich unbedingt einfließen lassen.
giardino - 16. Feb, 16:47

Nicht ganz so drastisch, auch nicht wirklich befriedigend, doch zuweilen der einzige Weg: "Wegloben" an eine Stelle, wo sie nicht so viel Unheil anrichten können? Vielleicht als "Entscheidungshilfe" unterstützt durch dauernde feinmaschige Kontrolle und Reglementierung in allen möglichen Belangen, in denen sie bisher freie Hand hatten. Voraussetzung ist natürlich, man kann fähigen Ersatz von außerhalb anwerben.

Vielleicht hilft auch die Trennung der beiden, um zumindest schon mal das System zu brechen, mit dem sie bislang ihre Macht ausgeübt haben.

nachtschwester - 16. Feb, 19:30

Wegloben?! Lieber Giardino, wir sind hier in einer Schlangengrube, nicht im Streichelzoo!
Nein, die Klinik ist zu klein, dass man nicht von einem Ende zum anderen Gift spritzen könnte. Es gibt auch leider keinen schnellen Ersatz, die Mitarbeiter kommen alle ohne verwertbares Vorwisssen hier an, wir müssen sie über lange Zeit selbst ausbilden, das ist ja das Problem.
giardino - 17. Feb, 00:03

Kein Zoo... hm. Dann hilft vielleicht wirklich nur, die Damen einen Blick auf die Folterwerkzeuge werfen zu lassen.
Nashaupt - 16. Feb, 17:06

Guter Rat ist teuer oder nicht geheuer

Mir fallen da auch nur Binsenwahrheiten ein - aber an die erinnert man sich vielleicht nicht, wenn man selber vor so einer "Wand steht"

1. Alles vergessen, was über die beiden "Drachen" bekannt ist und eigenen, originellen und unvoreingenommenen Zugang suchen. Die Tiere dort ernst nehmen, wo man so oder so auf sie angewiesen ist und im übrigen immer davon ausgehen, sie nähmen einen ebenfalls ernst, selbst wenn Vieles 'klar' dagegen spricht. Immer rüberbringen : Wir nehmen uns gegenseitig ernst und alles Übrige geht gleich in's orwellsche 'memory hole'.

2. Die Situationen genau beobachten, ein Schema in die gesammelten Beobachtungen hineinbringen, mögliche Ursachen dafür zu erkennen versuchen und sich überlegen, wie man nicht zur Sache Gehörendes ins Leere laufen oder anders auffangen und in konstruktive Ansätze und Energieen wandeln kann.

3. Daran denken, dass es hier um eine rein betriebliche Angelegenheit geht, nicht um eine persönliche. Beharrlich bei der Sache bleiben und sich nicht provozieren und beleidigen lassen. Keine Kindergartenstimmung aufkommen lassen, sondern ganz einfach arbeiten. Ganz wichtig : Humor klug einsetzen.

4. In der Freizeit für Ausgleich und gründliche Regeneration sorgen. Das ist ein Kampf, der nur mit Disziplin Durchhaltevermögen zu gewinnen ist. Aber es kann sich lohnen, für alle Betroffenen und Beteiligten, ich meine auch für die beiden Drachen. Die müssen 'entstört' und im guten Sinne brauchbar gemacht werden.

Viel Glück, Gutes Wochenende! Regeneration!!!

Gescheiteres und Leichteres fällt mir nicht ein. Bin schliesslich auch nur Nashaupt.

wholelottalove - 19. Feb, 07:39

ihnen bleibt wohl nichts anderes übrig, als die beiden um mitternacht den wölfen zum fraß vorzuwerfen eine tragfähige therapeutische beziehung entstehen zu lassen, in der sowohl die idealisierungstendenzen der hyänen, aber vor allem auch die entwertungstendenzen zum thema werden.

ohmmmmvermitteln sie wie wichtig es ist, dass innere zu erleben, die gefühle besser zu spüren, den körper besser wahrzunehmen und sich in beziehungen zu anderen zu erleben.
ohmmmm

herzlichst
ihre frau
s.upervisor

Elder Blogman (anonym) - 22. Feb, 15:14

Einer der wenigen Fälle, in denen ich zu deutlicher Zurechtweisung in Gegenwart anderer (nach Möglichkeit sogar gezielt untergebener) Mitarbeiter greifen würde.

Eine Maßnahme, die ich sonst wegen Authoritätsuntergrabung ausschließe.

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rosmarin - 17. Jun, 01:00

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