Teufel und Beelzebuben
Der Alte gibt sich erschüttert über meine Kündigung. Aber ihm sei von Anfang an klar gewesen, dass in diesem Pflegeteam kein Raum sei für mich, alles dröge adyname bildungsresistente Personen, die sich gegen Neuerungen sperrten. Schade, schade. Was die Höchstevorgesetzte dazu sage? Sie ist einverstanden, sagte ich. Der Alte will eine Kopie der kopierten Kündigung und meines Antwortschreibens für seine eigenen unergründlichen Zwecke.
Da ich mich der Höchstevorgesetzten in keiner Weise verbunden fühle, brachte ich ihm die beiden Schreiben. Der Alte schnarrte beim Lesen Ha! keine Kultur! Sowas kann man nicht machen! ich muss gleich zu einer Versammlung mit dieser erbärmlichen Person, dabei werde ich das hier dem ärztlichen Direktor vorlegen! So ist meine Kündigung ein Vorwand für den Alten und den Direktor, wieder ein bisschen am Stuhl der Höchstevorgesetzten zu schnitzen.
Der Alte hasst zwei Patientengruppen, Übergewichtige und postoperativ Verwirrte. Alkoholiker auch, aber nur wenn sie weiblich sind. Bei den männlichen Alkoholikern gibt er verständnisvoll den Lebensumständen schuld, und damit meint er deren Frauen. Anders als ich äußert er seine Aversionen grob verbal und wird auch mal tätlich, am liebsten bei den Verwirrten oder denen im Alkoholentzug, da kann man hinterher einfach sagen, was, ich Sie gewürgt? Ich bitte Sie, das muss Ihnen doch selbst absurd vorkommen. Sie haben viel halluziniert in diesem Zeitraum, das ist dokumentiert. Oder: ich musste das tun, ihr Leben hing davon ab.
Der ärztliche Direktor kommuniziert nur mit langjährigen ärztlichen Mitarbeitern und seinen Privatpatienten und schreitet im übrigen grußlos über seine Intensivstation. Manchmal ruft er an, hat den Diensthabenden am Telefon und verlangt den Diensthabenden, weil er den Diensthabenden nicht kennt.
Die beiden Beelzebuben wollen also die Teufelin austreiben. In zehn Jahren werden die liebgewonnenen, tapferen, drögen, adynamen Personen und ich über all das ungläubig lachen.
Da ich mich der Höchstevorgesetzten in keiner Weise verbunden fühle, brachte ich ihm die beiden Schreiben. Der Alte schnarrte beim Lesen Ha! keine Kultur! Sowas kann man nicht machen! ich muss gleich zu einer Versammlung mit dieser erbärmlichen Person, dabei werde ich das hier dem ärztlichen Direktor vorlegen! So ist meine Kündigung ein Vorwand für den Alten und den Direktor, wieder ein bisschen am Stuhl der Höchstevorgesetzten zu schnitzen.
Der Alte hasst zwei Patientengruppen, Übergewichtige und postoperativ Verwirrte. Alkoholiker auch, aber nur wenn sie weiblich sind. Bei den männlichen Alkoholikern gibt er verständnisvoll den Lebensumständen schuld, und damit meint er deren Frauen. Anders als ich äußert er seine Aversionen grob verbal und wird auch mal tätlich, am liebsten bei den Verwirrten oder denen im Alkoholentzug, da kann man hinterher einfach sagen, was, ich Sie gewürgt? Ich bitte Sie, das muss Ihnen doch selbst absurd vorkommen. Sie haben viel halluziniert in diesem Zeitraum, das ist dokumentiert. Oder: ich musste das tun, ihr Leben hing davon ab.
Der ärztliche Direktor kommuniziert nur mit langjährigen ärztlichen Mitarbeitern und seinen Privatpatienten und schreitet im übrigen grußlos über seine Intensivstation. Manchmal ruft er an, hat den Diensthabenden am Telefon und verlangt den Diensthabenden, weil er den Diensthabenden nicht kennt.
Die beiden Beelzebuben wollen also die Teufelin austreiben. In zehn Jahren werden die liebgewonnenen, tapferen, drögen, adynamen Personen und ich über all das ungläubig lachen.


Kleiner Trost