Das musikalische Gedächtnis

Bei mir ist es Good Bye, My Love, Good Bye . Es ankert auf Lebenszeit in meiner Amygdala und versetzt mich traumsicher auf die Rückbank des blauen Käfers oder später auf die halbe Rückbank des Alfa Spider, es ist immer schon Nachmittag, wir sind früh losgefahren, wir haben x-mal angehalten, weil meine Mutter oder ich uns übergeben mussten, bei der Hitze und den Kurven und den schlechten Straßen und dem sportlichen Fahrwerk, vor mir sitzt sie mit einem großgemusterten Seidenkopftuch, von denen sie mir im Spider auch immer eins umband, damit die Haare im Fahrtwind nicht verfitzten, ich hasste das und nahm es in ihrem Rücken ab, sobald wir losfuhren. Es versetzt mich in genau den Moment endloser Serpentinenfahrt durch ödes, karstiges Gebirge, in dem mein Vater sagte: "Wer zuerst das Meer sieht!", in dem Müdig- und Reiseübelkeit schlagartig verflogen, in dem ich den Hals streckte und gegen die blendende Sonne das Meer suchte, in dem die Ferien wirklich anfingen, und dabei schmetterte aus dem Kassettenradio Demis Roussos, mir scheint, jedes Jahr.

Mein Freund, der Baum steht in festem Zusammenhang mit der großen Küche im alten Haus, durch die abends manchmal Mäuse flitzten, was meine Mutter wahnsinnig machte, mit Kartoffelsalat und anderen Gerichten, die ich als Kind nicht mochte, die die Haushaltshilfe um die Mittagszeit trotzdem zubereitete, während im Radio bei "Sie wünschen, wir spielen" ständig Alexandra gewünscht und gespielt wurde. Mein Freund, der Baum war tot, der Leberkäse längst gegessen, der Kartoffelsalat begann, auf meinem Teller einzutrocknen, denn "du stehst nicht eher auf, bis der Teller leer ist!", er starb im frühen Morgenrot.

Dieser Text von Etosha hat mich drauf gebracht. (Demis Roussos besorgen, fürs Auto!)

Und weil wir uns draußen Temperaturen und Lichtverhältnissen annähern, die drinnen Sentimentalitäten aufkommen lassen und Kitsch erlauben, frage ich in die Runde: Welcher Schlager ist untrennbar mit welcher Situation aus deiner Kindheit verbunden, Ole? Mek? Creezy? Merlix? Rosmarin? Kitty?, wer immer?
Etosha - 5. Nov, 08:50

Gute Idee, edit erledigt und noch ein paar Menschen mit Feuerholz beworfen.

'Wer zuerst das Meer sieht' war bei uns 'Hinter der nächsten Kurve, Kinder, ...!' :) Hach! Soifz :)

HiG (anonym) - 5. Nov, 11:41

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

I saw the light on the night that I passed by her window
I saw the flickering shadows of love on her blind
she was my woman
as she decieved me I watched and went out of my mind

My my my Delilah
why why why Delilah
I could see that girl was no good for me
but I was lost like a slave that no man could free

Bedrückt über den trüben Tag und die Aussicht auf ein trauriges Morgen, kam ich aus der Kälte in das warme Wohnzimmer. Im Fernsehen lief eine dieser Ally McBeal-Folgen, die gerade auf ComedyCentral wiederholt werden. In der Sekunde nun, da die Musik – It's Not Unusual – an mein Ohr drang, „zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Es hatte mir mit einem Schlag, wie die Liebe, die Wechselfälle des Lebens gleichgültig werden lassen, seine Katastrophen ungefährlich, seine Kürze imaginär, und es erfüllte mich mit einer köstlichen Essenz; oder vielmehr: diese Essenz war nicht in mir, ich war sie selbst. Ich hatte aufgehört mich mittelmäßig, zufallsbedingt, sterblich zu fühlen. Woher strömte diese mächtige Freude mir zu?“ Und mit einem Mal wurde es mir klar, als in mir auch My my my aufstieg und der Großvater mit seiner ewig brennenden Juno, der Geruch nach frischer Schlachtewurst an einem kalten Herbsttag und die Oma, die das Röhrenradio oben auf der Anrichte lauter drehte, weil Tom Jones gerade Delilah sang.

„... Die Wirklichkeit, die ich einst kannte, existierte nicht mehr. Es genügte, daß Madame Swann nicht mehr als immer die gleiche im gleichen Augenblick unter ihren Bäumen erschien, und schon war die Avenue eine andre geworden. ... ...die Erinnerung an ein bestimmtes Bild ist wehmutsvolles Genkenken an einen bestimmten Augenblick; und Häuser, Straßen, Avenuen sind flüchtig, ach! wie die Jahre.“

Nein, nicht ganz, mit der achtjährigen Tochter abends ins Kino gehen, nicht ins Cinemaxx sondern Kammerlichtspiele, Ratatouille, der Glanz in ihren Augen und ihr auf dem Nachhauseweg den Madeleineeffekt erklären, da ist sie wieder, die wiedergefundene Zeit.

nachtschwester - 5. Nov, 15:29

Oh ja! :-)
"Delilah" ist groß. Taugt für die allergrößten Momente.
Ole (anonym) - 24. Nov, 14:05

Nanu? Ich dachte, wo ich doch noch nicht zum Selbstausfüllen gekommen bin, hätte ich längst den knusprigen, gefühlvollen Mandelkern dieses Textes, den wortgeschmeidigen Funkenflug bejubelt. Aber? Nix. Mal wieder das Wegschicken vergessen scheinbar. Ich bin zu fahrig für eine hektische Welt mit Multitasking-Fluten. Manchmal. Trotzdem: Chapeau! :)
nachtschwester - 26. Nov, 13:49

:-)
(Nachtschwester schnurrt und reibt den Kopf an Oles Wade)
kittykoma - 5. Nov, 16:41

mit kopftuch im alfa! hach... warum hab ich eigentlich nie kopftuch getragen, als ich noch den alfa hatte?
da mach ich mich dann mal an die arbeit...

wholelottalove - 5. Nov, 20:56

a, ja, so blau, blau blau blüht der Enzian
wenn beim Alpenglüh’n wir uns wiederseh’n
mit ihren ro-, ro-, ro-, roten Lippen fing es an
die ich nie vergessen kann ....

Ich habe keinen Schimmer mehr, wie alt ich war - allerdings reichte ich, auf dem Absatz der Wohnzimmeranbauwand in rustikal Eiche stehend, an die verbotene Süßigkeiten Klappe und mein Vater - der offizielle Held meiner Kleinmädchentage - liebte es, wenn ich ihm nach einem harten Arbeitstag die Füße massierte ...

spätestens bei
"In der ersten Hütte, da ham’ wir zusammen gesessen
In der zweiten Hütte, da ham’ wir zusammen gegessen
In der dritten Hütte hab’ ich sie geküßt
Keiner weiß was dann geschehen ist
Holla hia hia holla di holla di ho
Holla hia hia holla di holla di ho
In der dritten Hütte hab’ ich sie geküßt
Keiner weiß was dann geschehen ist"


ist er dann eingeschlafen.
Heute, unzählig massierte Füße und Erfahrungen weiter frage ich mich, wenn mich dieser "Ohrwurm" einholt *örks*
ob neben dem Enzian der ein oder auch andere Fußpilz blühte ....

nachtschwester - 6. Nov, 16:53

Das ist hart, Musik und Füße.
Der blaue Enzian gehört für mich auch zum Küchenradio unserer etwas deftigeren Haushilfe aus dem Ort, ebenso wie "Hoch auf dem gelben Wa-ha-gen".
Ich ging früher auch nicht gern mit Vater Pilze suchen.
neo-bazi - 6. Nov, 07:36

Für dich fange ich sogar Knüppel. ;-)

nachtschwester - 6. Nov, 14:38

Wunderbar, ich hätte nie gewagt, auch nur daran zu denken :-)
walhalladada - 6. Nov, 16:06

Ich gestehe: Bei mir war es 'Eloise' und zwar so laut, wie es die JukeBox eben hergab. Und 'Gasoline Alley'* von Rod Steward...
Das ganze in einer Art Imbiss an einer Durchfahrtsstraße. Der Imbissbesitzer ist nicht reich geworden und auch an unseren Groschen nicht, mit denen wir die Wurlitzer fütterten...Barry Ryan gab es in der Langversion, wahrscheinlich der einzigen und das waren immer gefühlte 10 Minuten...Der Rythmus war mindestens dreimal 'Ryan', dann zur Abwechslung Stewart...Mit diesem Hintergrundrauschen verbinde ich einen Gutteil meiner Pubertät. Die Frage von Langzeitschäden hat sich mir noch nicht gestellt, aber wer kann die schon mit Bestimmtheit ausschließen...?

(*leider kein geeignetes Tube zu finden...)

nachtschwester - 6. Nov, 17:19

Sehr schön! "Eloise" ist auch eines der wenigen Stücke, die das ganze Spektrum großer pubertärer Emotionen umfassen.
Madison (anonym) - 6. Nov, 18:57

Mein musikalisches Gedächtnis hält in seinen Tiefen Unmengen alter Schlager fest,
weil Mutter eigentlich immer sang. Zum Radio, oder einfach so.

Es gibt ein Foto von einem Weihnachtsfest, darauf ich, ca. 12jährig, im selbstgestrickten grasgrünen Kleid,
im Arm meine erste Langspielplatte. Titel:'Jubel, Trubel, Heiterkeit'.
Tja, was soll ich noch sagen, war wohl ein fehlgeleitetes Geschenk.
Dazu habe ich den Mister-Hit-Plattenspieler geschenkt bekommen, in Rot, Lautsprecher im Deckel.
Meine erste selbstgekaufte Single war 'Ruby Tuesday' von Melanie, dann erinnere ich mich an eine LP von Neil Diamond, sein 'Song sung blue' ist auch heute noch ein schönes Stück Musik.

Unvergessen die Samstage, frisch gebadet, mit Zettel und Stift der Hitparade im ZetttttttttDeeeeeeeeeFfffffffffff entgegenfiebernd, alle Autogrammadressen mitschreibend.
Von Rex Gildo habe ich mal ein Autogramm besessen, geträumt habe ich von ihm.... Hossa!!!

Spätpubertär wollte ich dann ernsthaft und anders als alle anderen sein, richtete mein Interesse auf die Liedermacherszene. Wader, Wecker, Danzer, Moustaki, Baez....
in friedensbewegten Zeiten habe ich sie alle in Konzerten, auf Riesendemos gesehen.

Anfang der 80er dann auch der erste klinische Hubschrauberflug mit SAR,
auf dem Rückflug ohne Patient an Bord, hörte ich Fräulein Menkes 'Hohe Berge' über die Kopfhörer,
und verliebte mich nebenbei in den knackigen, ballonseidenen Piloten.....

Hach......

WilderKaiser - 6. Nov, 22:58

Sehr schöner, inspirierender Text. Mehr gibt´s hier. LG, WilderKaiser

HiG (anonym) - 7. Nov, 12:10

Welches Vergessen verbirgt sich im Erinnerten?

Das Trinklied vom Jammer der Erde (nach Li-Tai-Po)
Schon winkt der Wein im gold'nen Pokale,
Doch trinkt noch nicht, erst sing' ich euch ein Lied!
Das Lied vom Kummer
Soll auflachend in die Seele euch klingen.
Wenn der Kummer naht,
Liegen wüst die Gärten der Seele,
Welkt hin und stirbt die Freude, der Gesang.
Dunkel ist das Leben, ist der Tod.
Herr dieses Hauses!
Dein Keller birgt die Fülle des goldenen Weins!
Hier, diese Laute nenn' ich mein!
Die Laute schlagen und die Gläser leeren,
Das sind die Dinge, die zusammen passen.
Ein voller Becher Weins zur rechten Zeit
Ist mehr wert, als alle Reiche dieser Erde!
Dunkel ist das Leben, ist der Tod.
Das Firmament blaut ewig, und die Erde
Wird lange fest steh'n und aufblühn im Lenz.
Du aber, Mensch, wie lang lebst denn du?
Nicht hundert Jahre darfst du dich ergötzen
An all dem morschen Tande dieser Erde!
Seht doch hinab! Im Mondschein auf den Gräbern
Hockt eine wild-gespentische Gestalt!
Ein Aff ist's! Hört ihr, wie sein Heulen
Hinausgellt in den süssen Duft des Lebens!
Jetzt nehmt den Wein! Jetzt ist es Zeit, Genossen!
Leert eure gold'nen Becher zu Grund'
Dunkel ist das Leben, ist der Tod!
Als ich versuchte, mir das Haus der Großeltern vorzustellen, welches so nicht mehr existiert, kam mir auch der ältere Herr von nebenan in den Sinn. Der hörte 6 Wochen lang Tag und Nacht die Messa da Requiem von Verdi, nach dem ihn eine seiner Freundinnen verlassen hatte. Sehr dramatisch. Er hat mich aber auch in das Werk Gustav Mahlers eingeführt, und beim Blättern in der Handbibliothek lese ich bei Adorno über „Das Lied von der Erde“: „...An der Utopie hält Mahlers Musik fest in den Erinnerungsspuren der Kindheit, die scheinen als ob allein um ihretwillen zu leben sich lohnte. Aber nicht weniger authentisch ist ihm das Bewußtsein, daß dies Glück verloren ist und erst als verlorenes zum Glück wird, das es so nie war. ... ...Die jeunes filles en fleurs von Balbec sind die chinesischen Mahlers, die Blumen pflücken. Das Ende des Gesangs von der Schönheit, der Klarinetteneinsatz des Nachspiels. ... findet die Zeit wieder als unwiederbringliche. Bei beiden stellen fesselloses Glück und fessellose Schwermut ihre Scharade; im Bilderverbot über die Hoffnung hat diese ihre letzte Stätte. Die aber ist bei beiden die Kraft, das Vergessene zu nennen, das sich im Erfahrenen verbirgt. Wie Proust hat Mahler seine Idee aus der Kindheit errettet. ...“

404 - 9. Nov, 09:08

Amygdala mit großgemusterten Seidenkopftuch

Amygdala klingt wie eine gute, weise, alte Freundin ... aus Afrika oder so!

HiG (anonym) - 9. Nov, 10:28

Genau. Das ist die, die auch immer lecker Parfum mitbringt, Jicky, l'Heure Bleue oder Mitsouko zum Beispiel.
yvonne erber - 12. Nov, 14:48

ein loop auf einem video „breakdance“; und guggemusik!

das stellt mein sentimentales musikalisches gedächtnis in diesem augenblick dar.
beides hallt nach, und zwar über einige jahre hinweg.
das hat nichts mit meiner kindheit zu tun, jedenfalls nicht direkt, sondern damit, dass ich dorthin eine richtige sperre habe.
jedoch mit der unmittelbarkeit, wie die erinnerung an diese beiden musik-momente plötzlich eingesetzt hat.

ihr good bye my love ist mir völlig unbekannt.
mir kommt dabei nur good bye my schaf in den sinn.
verzeihung, ich kann nichts machen.

unbekannt war mir auch das lied auf diesem video, das ich als begleiterin meinesherrn bei einem galerienrundgang sah.
er ging von einen bild zum andern und machte sich notizen, während ich immer wieder zum fernseher zurückkehrte.
der loop war überall in der galerie zu hören.
er hatte mich auf eigentümliche weise sentimentalisiert.
ich hörte nur das traurige, sehnsüchtige, seelenwunde, empfand aber gerade das inspirierend.

obwohl alles unscharf und grösstenteils verwischt war, bestand kein zweifel, dass das video im vergnügungspark aufgenommen worden war.
aber nirgendwo menschen.
ein menschenleerer ort, ein ort mechanischer bewegung und wiederholung, anscheinend nie enden wollender sehnsucht.

ich las meinemherrn den text vor.
dabei dachte ich, ich könnte dessen verfasserin sein, denn er brachte meine gefühle auf den punkt: du bist unter meiner haut.
seine männliche herrische haut unter meiner weiblichen.
mein geschlecht: in diesem moment unentschieden, voller empfindungswirrwarr.
schon lange flüstert mein herz seine wünsche.
aber alles ist meilenweit davon entfernt, glücklich zu sein.


diese musik, auch der text versetzte mich um zwei jahrzehnte zurück.
damals war ich in dubrovnik gewesen, und dort es hatte einen viel älteren mann gegeben, den ich heimlich traf, hinter dem rücken meiner eltern.

jetzt davon angerührt und ein wenig die kontrolle verlierend, wippte ich im takt und stellte mir vor, ich würde meinenherrn anfassen und ihn zu tanzschritten animieren.
ich spürte, wie seine hände feucht wurden.
er hinkte ein wenig nach, das war sein widerstand.
aber irgendwann würden wir zusammen abheben.
er würde mich immer schneller drehen, bis ich in der waagrechten blitzschnell um ihn herum sauste.

er hatte auch keine ahnung, wie die sängerin hiess.
auch mir fiel ihr name nicht ein.
ich wusste nur, dass es vor jahren eine veranstaltung gegeben hat, dort war sie aufgetreten.

turbo folk, das war das passende wort,
zuerst turbo pop, dann turbo folk.
exjugoslawien und nostalgie.

tatsächlich hiess die seite, auf die ich zuhause stiess, nostalgija.com.
dort versuchte ich es zuerst mit lepa brena.
ich fand jetzt zu dem song, der sich damals im ohr festgesetzt hatte (dzej cik, cik pogodi), drei versionen bei youtube.
hören sie sich zuerst diese an: http://www.youtube.com/watch?v=ICVOiLTx9tM

damals suchte ich noch weiter.
denn auf einmal wusste ich den namen der anderen: dragana mirkovic.
pitam svoje srce war nicht das lied auf dem video in der galerie, aber es gefiel mir auch.
http://www.youtube.com/watch?v=v-DU6lmXr3s

oft kam während der vorbereitung des herunterladens eines songs die meldung: keine verbindung zum server.
doch davon liess ich mich nicht entmutigen und machte weiter.
währenddessen fand ich einen artikel über ceca, mit dem titel „musik und mord“, in dem sie in verbindung mit den mördern von zoran djindjic gebracht wurde.

bei einem der lieder hatte ich mich erhoben und war hinausgetanzt bis ins bad.
ich dachte an meinenherrn.
er war jetzt bei seinen kindern und lag wohl schon im ehebett.

als ich mich in einer tanzpause an ein regal lehnte, fiel eine rote schachtel zu boden.
darin befanden sich fotos, die eine fotografin von mir gemacht hatte.
eines war für ein plakat verwendet worden.
es war von meinemherrn bei seinen internetrecherchen zufällig entdeckt worden.

trotz der schlechten bild- und tonqualität hörte mir cecas kukovica zweimal an.
http://www.youtube.com/watch?v=rGSiVggx-mM

schliesslich kam ich wieder auf lepa brena zurück.
http://www.youtube.com/watch?v=PfmWnD3EtwQ
http://www.youtube.com/watch?v=fAACiVJYLYE
ich war aufgewühlt, voller wehmut, voller tränen.

die guggemusikgeschichte passt nun nicht mehr hierher.
ich habe auch die seite nicht mehr gefunden, auf der ich mir voriges jahr eine auswahl angehört hatte.

liebe grüsse

MARIASPILUTTINI

ps: bei der suche kam ich heute zufällig auf „indian best song“.
http://www.youtube.com/watch?v=LWExS_QCQx8
würde sie das ablenken können?

nachtschwester - 12. Nov, 17:28

Ich trage auch noch ein paar versprengte Balkangene und die Empfänglichkeit für eine spezifische Sentimentalität mit mir herum, mit der man dem deutschen Umfeld im Allgemeinen nicht zu kommen braucht. Seit einem Studienaufenthalt in Zagreb habe ich auch eine große Balkan-Nostalgie-Schublade, die ich gar nicht vorhatte, hier aufzumachen. Balkan, aber nicht von Azra, sondern von Roma-Musikanten am Straßenrand gespielt, U tom Somboru oder Žuto lišće ljubavi, von meiner bosnischen Freundin gesungen, oder Ederlezi, sowieso. Ich fange gar nicht erst an, bei Youtube nach weiteren Erinnerungen (Riblja Corba, Bijelo Dugme) zu surfen, das ist ein schwarzes Loch, das einen erst nach Stunden wieder ausspuckt. Kann ich sehr gut nachfühlen.
sokrates2005 - 13. Nov, 19:44

Werte Frau Nachtschwester ...

bezugnehmend auf den ersten Satz ihres letzten Absatzes darf ich hiemit kundtun, dass mir "A whiter shade of pale" von Procol Harum ins Gedächtnis kam. Sehr pubertäre Erinnerungen an die Fünf-Uhr-Tees im Pfarrheim kommen da hoch. Lachen sie mich also nicht aus und erzählen sie's nicht weiter.
Ich setze jetzt auch keinen You tube-Link, findet ja jeder gleich, der sich das antun will.

Und entschuldigen sie, dass ich in letzter Zeit so selten bei ihnen reingucke. Ich werde mich im eigenen Interesse bessern.

nachtschwester - 16. Nov, 15:43

Da gibt´s nichts zu lachen. Das hat doch Stil!

Und - keine Ursache. Ich weiß doch, dass Sie auch ins eigene Blog selten reinschauen, da wünsche ich mir in der Tat Besserung! ;-)
sokrates2005 - 28. Nov, 08:47

Ich fühle mich beobachtet ...

und geehrt ob ihrer Aufmerksamkeit!
;-)
zonebattler - 15. Nov, 14:08

In meinen armen Synapsen...

...sind (leider) mehrere Dutzend deutscher Schlager dauerhaft eingebrannt: Da meine Mutter beim Wischen des Treppenhauses regelmäßig unsere im Keller stehende Rock-Ola Musikbox volle Pulle aufdrehte und ihre Lieblings-Hits in dröhnender Endlos-Schleife hörte, ließ sich die Gehirnwäsche kaum vermeiden. Heute -Jahrzehnte später- kann ich immer noch mehrere Dutzend Hitparaden im Hirn ablaufen lassen, und das ohne jeglichen apparativen Aufwand! Dumm nur, daß sich das nicht wirklich (schon damals nicht) mit meinem eigenen Musikgeschmack deckt...

nachtschwester - 16. Nov, 15:45

Mutter beim Putzen, ist das alles? Keine aufwühlend emotionalen Assoziationen?
zonebattler - 16. Nov, 16:40

Doch!

Aber weniger an das Gesülze von Bata Illic, Rex Gildo, Roy Black, Karel Gott & Konsorten, sondern eher an meine telegenen Kindheits-Freunde von damals und deren Ohrwurm-Erkennungsmelodie!

P.S.: Mit meiner Frau Mama und deren Putzfimmel hatte ich weiland wenig Mitleid aus Mangel an Einsicht in die Notwendigkeit, ein sauberes Treppenhaus nur deshalb zu putzen, weil es turnusmäßig dran war...
HiG (anonym) - 25. Nov, 12:48

The Revolution Will Not Be Televised

Ab einem bestimmten Alter seines Lebens denkt man, die bisherigen Erfahrungen könnten nun reichen, man könnte doch Zinsen aus ihnen ziehen, die Kindheit reicht gefühlt bis an das Ende der Ausbildung, es wäre jetzt genug, wie A-Hörnchen die Bude voll mit Nüssen, und dann, beim Zappen im Internet:

The revolution will be televised (http://www.apple.com/appletv/).

So war das doch nicht (http://www.youtube.com/watch?v=FXNyYTHR7qc).

You will not be able to stay home, brother.
You will not be able to plug in, turn on and cop out.
You will not be able to lose yourself on skag and skip,
Skip out for beer during commercials,
Because the revolution will not be televised.
...

The theme song will not be written by Jim Webb,
Francis Scott Key, nor sung by Glen Campbell, Tom
Jones, Johnny Cash, Englebert Humperdink, or the Rare Earth.
The revolution will not be televised.
...

The revolution will not be televised, will not be televised,
will not be televised, will not be televised.
The revolution will be no re-run brothers;
The revolution will be live.


Das war's, Apple. Ich lasse mir doch meine revolutionäre Erfahrung von Euch nicht umschreiben. Natürlich wird die Revolution nicht im Fernsehen übertragen. Ich hatte schon daran gedacht, mir diesmal Weihnachten einen iPod zu wünschen. Nein Danke. Ich bleibe bei meinem 20€-MP3-Player. Mit mir nicht.

nachtschwester - 27. Nov, 12:13

Wenn die Slogan-Bude auch irgendwann voll mit Nüssen ist, werden alte umgedeutet und wiederverwendet, so geht es auch mit Melodien und der Mode.
Hier gründlich misslungen!
404 - 27. Nov, 11:15

Dies kam mir kürzlich in die Amygdala


nachtschwester - 27. Nov, 12:13

:-)

Tagesdosis

Sehr cooles Foto, das...
Sehr cooles Foto, das GönnDirGutes-Bild. :) Der...
Etosha (anonym) - 30. Jun, 21:34
Pendeln
Samstag Lebensraum: Sonnt ag Arbeitsumfeld.
nachtschwester - 29. Jun, 19:33
Punica-Oase...
Liebe Nachtschwester, wenn ich Sie richtig verstanden...
HiG - 26. Jun, 16:59
Puh, das hört sich...
Puh, das hört sich grusig an! Ich hätte solch...
nina (anonym) - 21. Jun, 14:20
Das war schon. Der Zoll...
Das war schon. Der Zoll lässt Transporter mit...
nachtschwester - 19. Jun, 21:26
Na Ja...
da drängt sich mir ja doch unwillkürlich...
Mercator (anonym) - 19. Jun, 20:52
Tja, aktiver Protest...
Tja, aktiver Protest kommt von der Bevölkerung...
nachtschwester - 19. Jun, 10:10
Hallo liebe Nachtschwester, ich...
Hallo liebe Nachtschwester, ich lese jetzt seit geraumer...
Breathless - 19. Jun, 07:48

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