Verfährt der Oberarzt in der Regel so, erkennen die Kassen dieses Verhalten, da die Beatmungstage seiner Patienten gehäuft in der Nähe von Schwellenwerten liegen. Es entsteht ein statistisch signifikantes Muster. Es gibt dann zwar keine ethische, aber vielleicht eine betriebswirtschaftliche Watsche. Nicht ganz befriedigend, aber immerhin.
Die Kassen schauen, ja. Und gerade auch bei Beatmungstagen zieht der MDK auch stichprobenartig Krankenakten, um die Plausibilität der Abrechnung zu prüfen. Die Kassen sind natürlich Wirtschaftsbetriebe und keine philosophische Akademie. Das perfide an dem DRG-System ist ja der Anreiz, zu tricksen. Und wer das dann macht, kriegt Ärger mit dem MDK. Es gibt auch Ärzte, die das gar nicht so genau wissen wollen, mit den Schwellenwerten, um nicht in Versuchung zu kommen.
Statistische Betrachtungsweise
Dass die Kassen bei solchen Fallzahlen und einer solchen Bandbreite von Verläufen so genau hinsehen?