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rpk - 1. Nov, 08:27

sorry, totaler laie...

...aber nach 2 jahren der aufenthalte in div. krankenhaeusern, herz-und diabetes erkrankung und vieles andere mehr, kann ich sagen, dass ungeheuer viel fuer die patienten von seiten der kassen, der aerzte und des krankenhaus-personals getan wurde und man wirklich ueberaus bemueht war. natuerlich habe ich keine ahnung zu einer kosten-nutzen rechnung, habe jedoch einige "anfechtbare" dinge, wenn auch nach diskussion, erstattet bzw.(aok) genehmigt bekommen. fazit: ich persoenlich bin mit unserem gesundheitssystem rundum zufrieden. eine ausnahme: die intensivstation der uniklinik frankfurt. nach bester operativer versorgung dort ist diese station mit das so ziemlich grausamste, was ich erlebt habe. ich will das nicht weiter ausfuehren, aber "zum glueck" bekam ich diesen msr-virus dort und die verlegung in ein anderes krankenhaus war notwendig. hier in quarantaene hatte ich die vorzuege eines erste klasse patienten.
die geschichte der nachtschwester zeigt uns eine andere, ungeheure und erschreckende perspektive. ich troeste mich damit, das ich hoffe, der mann ist erloest, falls seine gehirnschaedigungen ihn zum pflegefall gemacht haetten. die wirtschaftlichen aspekte verdanken wir einem kranken zeitgeist, der uns alles nach bwl und jura bewerten laesst....und sicher auch nicht ohne zwang fuer die aerzteschaft. hier wird das soziale denken pervertiert und ich fuerchte, es kann nur schlimmer werden. nicht die tatsaechliche lage der systeme ist schuldig, sondern das denken in der gesellschaft. auch hier wollen aktionaere befriedigt werden und man huldigt der gewinnmaximierung. im prinzip muss man solche dinge als krankhaften kapitalismus bezeichnen. ob der sich eines tages ueberlebt? ich hab da so meine zweifel.

nachtschwester - 1. Nov, 11:21

Es gibt eine Menge ausgezeichneter Einrichtungen, das bleibt so stehen.
Vergessen Sie aber nicht, dass man Ihnen als Kunden die Schokoladenseite zeigt. Sie müssen als Laie glauben, was man Ihnen erzählt. Auch das Haus, über das ich hier schreibe, hat eine Menge zufriedener Patienten. Wir bekommen tränentriefende Dankesbriefe von Angehörigen Verstorbener, die sich hervorragend betreut fühlten. Bei vielen von ihnen wissen wir hinter den Kulissen, dass eine ganze Menge schief lief.

Man hat Sie mit Ihrem MRSA übrigens bestimmt nicht aus Notwendigkeit verlegt, weil man den an der Uni Frankfurt nicht hätte behandeln können, sondern weil Sie durch die Isolation den Patientendurchlauf in ihrem Zimmer auf längere Zeit blockiert, also viel Geld gekostet hätten.

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