Habt ihr nicht ein anonymes Meldesystem für unerwünschte Abweichungen, Fehler und Zwischenfälle? Und ja natürlich, ich weiß, aber eine Überlegung wäre es doch wert. LG, WilderKaiser
Haben wir, wir melden, das System schweigt zurück.
Wobei es hier um moralische Fragen geht, die bei den Qualitätsbeaufragten, die die Meldungen sichten, ohnehin an der falschen Adresse wären.
Ich verstehe die Entscheidung nicht, die Beatmung nach exakt 250 Stunden abzubrechen. Natürlich sind die Stunden, die der Patient zusätzlich beatmet wird, möglicherweise ein Verlustgeschäft (so genau weiß ich das nicht, ich bin beileibe kein Codierer, aber ich könnte bei meinen Kollegen im Medizincontrolling nachfragen), aber er hätte doch die Beatmung zumindest bis zur geplanten (oder doch abgesagten und damit komplett gestrichenen?) Verlegung in das kleinere Krankenhaus aufrechterhalten können. Wenn ich das so lese, könnte ich kotzen. Und ich weiß genau, dass sich genau das Gleiche auch in unserem Haus abspielt. "Das System schweigt zurück" - besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Wäre man in einer Gummizelle, könnte man sich ja noch erklären, dass sich die Wände, gegen die man anrennt, so elastisch zeigen. LG, WilderKaiser
Ich weiß nicht, warum die Verlegung nicht einfach um einen Tag verschoben wurde.
Schlimm ist die Entscheidung eines einzelnen Arztes kraft seiner Position in der Hackordnung, den Patienten trotz des Aspirationsrisikos zu extubieren und seinen Tod in Kauf zu nehmen (wobei ich die tatsächliche Todesursache natürlich nicht kenne und nicht erfahren werde). Es lag keine Patientenverfügung vor und die Entscheidung wurde nicht gemeinsam mit den Angehörigen getroffen.
Wobei es hier um moralische Fragen geht, die bei den Qualitätsbeaufragten, die die Meldungen sichten, ohnehin an der falschen Adresse wären.
Schlimm ist die Entscheidung eines einzelnen Arztes kraft seiner Position in der Hackordnung, den Patienten trotz des Aspirationsrisikos zu extubieren und seinen Tod in Kauf zu nehmen (wobei ich die tatsächliche Todesursache natürlich nicht kenne und nicht erfahren werde). Es lag keine Patientenverfügung vor und die Entscheidung wurde nicht gemeinsam mit den Angehörigen getroffen.