Vom Singen und Bergsteigen
Ich berichte direkt aus Osteuropa vom Grandprix d´Eurovision de la Chanson. So hieß das nämlich, als Osteuropa noch ordentlich hinter dem eisernen Vorhang verstaut war. Nun dürfen sie mitsingen, und sie meinen es ernst. Seit Donnerstag, dem Tag des Halbfinales, gibt es kein anderes Thema in den Medien, im Alltag, in der Musikauswahl der Radiosender, selbst in der Klinik beschallte uns die Direktion mit Titeln der anderen slawischsprachigen Teilnehmer. Ich war vorhin in der Stadt zum Public Viewing, weil, tja, das kulturelle Angebot lässt schon an normalen Tagen zu wünschen übrig, und heute war gar nichts anderes los. Nicht, dass irgendeiner etwas anderes hätte unternehmen wollen an diesem Samstag abend. Im Laufe der Übertragung erhielt ich aus dem hiesigen Bekanntenkreis mehrere SMS, die mich zu Wetten auf die Platzierung von Weißrussland oder Moldavien aufforderten.
"Der Deutsche ist ein ernsthafter Musiker, der kommt nicht weit", erklärte ich auf Nachfrage. Die Serben gewinnen, das war lange klar. Daran änderten auch Marijas Brille, ihr formloser Anzug und die Orthopädentreter nichts. Die makedonische Karolina ist eine Süße, aber das Lied kein Reißer. Russische Pussycat Dolls, slovenische Heulboje, georgische keine-Ahnung-was-das-sein-sollte, tolle Ungarin und nein, ich fand die Ukrainer nicht superlustig wie das Catterfeldschnuckelchen, das ich eben noch, zurück im Hotel, im NDR-Livestream nicht schnell genug erkannt habe, um es rechtzeitig wegzuklicken. Aus Sympathie für unsere Reinemach-Perle zuhause in Hamburg habe ich für Armenien angerufen und auch für unsern Roger, denn ich habe ein makedonisches Diensthandy, da geht das, und er war ja auch richtig gut. Das fand zu meiner Überraschung auch die Kommentatorin im nationalen Fernsehen: "Phantastisch, das kann man nicht anders sagen!" rief sie, als er fertig war, und nannte ihn den deutschen Sinatra und den besten Sänger überhaupt beim diesjährigen Contest. Genützt hat es ihm nicht. Wem der Siegertitel gefällt: bitteschön, vor mir braucht sich keiner genieren, ich kann alles besorgen, weissu.
Heute waren es über 30°C und 500% Luftfeuchtigkeit. Morgen bin ich mit meiner Freundin V. und ihrem Freund M. zum Bergsteigen verabredet. M. steigt jeden freien Tag auf Berge und macht dabei schöne Fotos. Im Winter trägt er 2,20m lange, 20 Jahre alte Elan-Ski auf drei Kilometer hohe Berge und fährt wieder runter.



Das kann was geben bei der Hitze. Ich glaube, V. und ich hoffen insgeheim beide, dass die jeweils andere unterwegs schlappmacht, sodass wir frauensolidarisch die Beine entspannt in einen Bach hängen und M. alleine hochrennen lassen können. Morgen gibt´s eigene Fotos.
"Der Deutsche ist ein ernsthafter Musiker, der kommt nicht weit", erklärte ich auf Nachfrage. Die Serben gewinnen, das war lange klar. Daran änderten auch Marijas Brille, ihr formloser Anzug und die Orthopädentreter nichts. Die makedonische Karolina ist eine Süße, aber das Lied kein Reißer. Russische Pussycat Dolls, slovenische Heulboje, georgische keine-Ahnung-was-das-sein-sollte, tolle Ungarin und nein, ich fand die Ukrainer nicht superlustig wie das Catterfeldschnuckelchen, das ich eben noch, zurück im Hotel, im NDR-Livestream nicht schnell genug erkannt habe, um es rechtzeitig wegzuklicken. Aus Sympathie für unsere Reinemach-Perle zuhause in Hamburg habe ich für Armenien angerufen und auch für unsern Roger, denn ich habe ein makedonisches Diensthandy, da geht das, und er war ja auch richtig gut. Das fand zu meiner Überraschung auch die Kommentatorin im nationalen Fernsehen: "Phantastisch, das kann man nicht anders sagen!" rief sie, als er fertig war, und nannte ihn den deutschen Sinatra und den besten Sänger überhaupt beim diesjährigen Contest. Genützt hat es ihm nicht. Wem der Siegertitel gefällt: bitteschön, vor mir braucht sich keiner genieren, ich kann alles besorgen, weissu.
Heute waren es über 30°C und 500% Luftfeuchtigkeit. Morgen bin ich mit meiner Freundin V. und ihrem Freund M. zum Bergsteigen verabredet. M. steigt jeden freien Tag auf Berge und macht dabei schöne Fotos. Im Winter trägt er 2,20m lange, 20 Jahre alte Elan-Ski auf drei Kilometer hohe Berge und fährt wieder runter.



Das kann was geben bei der Hitze. Ich glaube, V. und ich hoffen insgeheim beide, dass die jeweils andere unterwegs schlappmacht, sodass wir frauensolidarisch die Beine entspannt in einen Bach hängen und M. alleine hochrennen lassen können. Morgen gibt´s eigene Fotos.

