ich fasse es nicht, was die nachtaktive da nachts in die tasten haut.
das ist die dichteste und herzigste weihnachtsgeschichte, die mir je vor die augen gekommen ist.
schönes fest und angenehme dienste :-)
Ja, wundervolle Weihnachtsgeschichte. Viel Nähe drin, viel Leben, gerade wegen der Toten.
weltkind - 23. Dez, 12:25
unfassbar
was ich persoenlich unangenehmer finden soll, weiss ich nicht. den text oder die kommentare dazu. unfassbar, irgendwie. aus dem leben? dann weiss ich, warum viele aerzte ihr glueck in norwegen und anderswo versuchen.
liebe "nachtschwester": jammern ueber dienst an "heiligabend" ist erst einmal nicht angebracht. in keinem land der erde ausser in deutschland wird er "begangen", wie es so schoen heisst. der "zweite feiertag" uebrigens auch nicht. amerikanische nurses z.b. gehen wie selbstverstaendlich am 24. und 26. dezember ihrem dienst nach; die juedischen allemal. und, wenn es sein muss, auch am 25. wir sind doch sowieso weltmeister im feiern und "brueckentage" bilden - warum also so ungnaedig? oder liegt es einfach daran, dass amerikanische s pflegeprersonal besser ausgebildet ist und mehr verdient, fast soviel wie die aerzte? gut moeglich.
dann: dass waehrend der nachtschichten in vielen krankenhaeusern alkohol konsumiert und auch gef... wird, weiss ich von einem freund, der interessante erlebnisse in seiner zeit als "arzt im praktikum" hatte. traurig, aber leider wohl wahr. warum man sich aber ausgerechnet in gegenwart sterbender und todkranker menschen die kante geben und vollfressen muss, kapiere ich irgendwie nicht. und was weihnachten mit wein, knoedeln und voellerei zu tun haben soll, habe ich sowieso noch nie verstanden. man kann nur jedem deutschen wuenschen, "ueber die feiertage" nicht ins krankenhaus zu muessen oder gar dort sterben zu wollen. dann lieber gleich suizid.
Ich bin dieses Jahr zum zwölften Mal Weihnachten im Dienst auf einer Intensivstation, drei mal habe ich Sylvester gearbeitet. Wenn ich recht verstehe, ist Ihre Perspektive die von jemandem, der jemanden kennt, der mal ein AIP gemacht hat, dafür wissen Sie sehr genau, was angebracht ist.
Sterbende und Todkranke sind unser Fachgebiet und Alltag, kein Grund, auf Nahrungsaufnahme zu verzichten. Auch wenn es Ihnen pietätlos erscheinen mag, würde sich dadurch andernfalls die Verweildauer im Beruf wie im Leben dramatisch verkürzen.
Ich lese auch heraus, Sie halten es für angebracht, sich den Wunsch nach einem geregelten Lebensrhythmus abzuschminken, wenn man sich einmal für das Gesundheitswesen entschieden hat. Ich weiß eigentlich gar nicht, wieso ich mir die Mühe mache, das zu beantworten, aber: Das Bild der Krankenschwester, das Ihnen da vorschwebt, stammt aus der Zeit, als Krankenpflege von Mönchen und Nonnen für Gotteslohn geleistet wurde und persönliche Opferbereitschaft als hohe Tugend galt. Inzwischen haben wir eine Qualifikation erworben, erbringen messbare Leistungen auf wissenschaftlicher Grundlage und nein, der Verzicht auf das, was in diesem Land, denn hier leben ich und mein soziales Umfeld zur Zeit, als normaler Lebensrhythmus gilt, wird nicht angemessen vergütet.
Was wollen Sie mir mit dem Hinweis auf die vielen Feier- und Brückentage genau sagen? Im Krankenhaus gab es die schon immer nur in der Verwaltung.
das ist die dichteste und herzigste weihnachtsgeschichte, die mir je vor die augen gekommen ist.
schönes fest und angenehme dienste :-)
unfassbar
liebe "nachtschwester": jammern ueber dienst an "heiligabend" ist erst einmal nicht angebracht. in keinem land der erde ausser in deutschland wird er "begangen", wie es so schoen heisst. der "zweite feiertag" uebrigens auch nicht. amerikanische nurses z.b. gehen wie selbstverstaendlich am 24. und 26. dezember ihrem dienst nach; die juedischen allemal. und, wenn es sein muss, auch am 25. wir sind doch sowieso weltmeister im feiern und "brueckentage" bilden - warum also so ungnaedig? oder liegt es einfach daran, dass amerikanische s pflegeprersonal besser ausgebildet ist und mehr verdient, fast soviel wie die aerzte? gut moeglich.
dann: dass waehrend der nachtschichten in vielen krankenhaeusern alkohol konsumiert und auch gef... wird, weiss ich von einem freund, der interessante erlebnisse in seiner zeit als "arzt im praktikum" hatte. traurig, aber leider wohl wahr. warum man sich aber ausgerechnet in gegenwart sterbender und todkranker menschen die kante geben und vollfressen muss, kapiere ich irgendwie nicht. und was weihnachten mit wein, knoedeln und voellerei zu tun haben soll, habe ich sowieso noch nie verstanden. man kann nur jedem deutschen wuenschen, "ueber die feiertage" nicht ins krankenhaus zu muessen oder gar dort sterben zu wollen. dann lieber gleich suizid.
schwesterliche gruesse (wirklich frau?) aus dem ruhrgebiet http://theruhr.blogspot.com/
Sterbende und Todkranke sind unser Fachgebiet und Alltag, kein Grund, auf Nahrungsaufnahme zu verzichten. Auch wenn es Ihnen pietätlos erscheinen mag, würde sich dadurch andernfalls die Verweildauer im Beruf wie im Leben dramatisch verkürzen.
Ich lese auch heraus, Sie halten es für angebracht, sich den Wunsch nach einem geregelten Lebensrhythmus abzuschminken, wenn man sich einmal für das Gesundheitswesen entschieden hat. Ich weiß eigentlich gar nicht, wieso ich mir die Mühe mache, das zu beantworten, aber: Das Bild der Krankenschwester, das Ihnen da vorschwebt, stammt aus der Zeit, als Krankenpflege von Mönchen und Nonnen für Gotteslohn geleistet wurde und persönliche Opferbereitschaft als hohe Tugend galt. Inzwischen haben wir eine Qualifikation erworben, erbringen messbare Leistungen auf wissenschaftlicher Grundlage und nein, der Verzicht auf das, was in diesem Land, denn hier leben ich und mein soziales Umfeld zur Zeit, als normaler Lebensrhythmus gilt, wird nicht angemessen vergütet.
Was wollen Sie mir mit dem Hinweis auf die vielen Feier- und Brückentage genau sagen? Im Krankenhaus gab es die schon immer nur in der Verwaltung.