... Bazi-Agenten, PENNer und Hinterbliebene der Opa-Gemeinde:
AK47% hat beim
größten lebenden Hamburger Dichter einen Link gesetzt:
click!
Erwischt, Edi, altes Schlachtschiff!
Vieles ist noch da.
Der Prinz mit der Zahnlücke fast komplett und die
größte Weihnachtsgeschichte der Neuzeit mit. Edi wollte die Geschichte selbst wieder einstellen. So ist es auch gut.
Der Boss raufte sich die Haare über meine Bewerberauswahl, die er in meiner Abwesenheit persönlich zum Gespräch geladen hat, ja du liebe Güte, ich hab doch selbst Postits mit drei Fragezeichen auf die Mappen gepappt, wir haben halt gerade nichts Besseres vorrätig und brauchen sofort jemanden, man kann sich doch mal unterhalten mit den Leuten. Immerhin zeigte er unerwarteten Respekt für meine Zuständigkeiten und ließ den einen Krankenpfleger, der nach dem ersten Termin mit ihm noch gesprächsbereit war, ein zweites Mal zu mir einladen.
Dass der für die zu besetzende Stelle in der Anästhesie nicht in Frage kam, zeigte der erste Blick, aber für die Peripherstation vielleicht? 12 Jahre Erfahrung an der chirurgischen Uniklinik, zwei medizinische Ausbildungen und mit Mitte 30 nochmal ein Pflegestudium angefangen, Englischkurse bis Level 8, was immer das heißt, das ist doch was. Eine Woche probearbeiten?
Nun versucht dieser Zweimeterkerl seit Montag völlig verängstigt von der ungewohnt schnelllebigen Umgebung den flinken Rehlein wenigstens physisch zu folgen, abwechselnd Verwirrung und Entgeisterung auf dem Gesicht, sagt zu seiner Mentorin Dinge wie "Aber diesen Patienten haben wir doch gestern schon gewaschen" und ist in seiner hilflosen Bemühtheit irgendwie sympathisch. Auf seine totale Planlosigkeit wären wir vorbereitet, jeder Neue, der im Land ausgebildet wurde, muss unsere eigene interne Ausbildung durchlaufen.
Dumm nur, dass ich heute von einer Mitarbeiterin, die ihn von früher kennt, erfuhr, er habe nie als Krankenpfleger gearbeitet. Er kam als Apothekenhelfer an die Uniklinik und wurde mangels Pflegeausbildung als Pflegehelfer beschäftigt. Zwar durchlief er daraufhin berufsbegleitend eine Pflegeausbildung, aber dafür interessierte sich niemand mehr. Wer unten ist, bleibt unten, ein starres Kastensystem herrscht in den staatlichen Einrichtungen. In seiner Bewerbung hatte er geschrieben, an seinem jetzigen Arbeitsplatz biete man ihm keine weiterführende Perspektive, was gemeint war, ist mir jetzt klarer.
Diese abgrundtief ungerechten Strukturen. Ich hätte ihn aus Sympathie gern eingestellt. Er hätte mich nur nicht anlügen dürfen.