Sex, Lügen und Video
(Edit: Hören Sie zur Illustration das hier in einem Hintergrund-Tab, während Sie den folgenden Text lesen.)
P., der Anaesthesiechef, redet nicht mehr mit mir, nachdem wir fünf Jahre lang ein herzliches Verhältnis hatten. Er ist sauer, weil er nun mit Z., einer ausgezeichneten Intensivschwester, zusammenarbeiten muss, seit der Boss und ich Personalrotationen beschlossen haben, um die Kommunikation zu verbessern.
P. mag Z. nicht, und daran ist N. schuld, die pflegerische Leitung der Intensivstation. N. hat früher die Anaesthesie geleitet, bis ein Geschlechtsakt mit P. an einem unbedacht gewählten Ort in den Räumlichkeiten unserer Klinik von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurde. Solches Verhalten zweier verheirateter Mitarbeiter ist in diesem Kulturkreis nicht zu dulden, sodass sich der Boss gehalten fühlte, zunaechst N. auf die Intensivstation zu versetzen und einige Wochen später P. zu feuern, nachdem dieser auch noch wiederholt Pausenbrote von Pflege- und Reinigungspersonal gestohlen und verzehrt hatte. Es gab Videobänder, auf welchen wütende hungrige Putzfrauen ihre Backwaren einwandfrei identifizierten, bevor sie in P.s Schlund verschwanden.
Während N. auf der Intensivstation bald zur Leitung aufstieg, nachdem der Boss ihre Vorgängerin gefeuert hatte, der Anlass ist mir entfallen, versuchte P., seinen drei Söhnen das Studium weiter zu finanzieren, indem er in einer Massagepraxis Akupunktur praktizierte. Das scheiterte daran, dass sich mehrere Klientinnen über sexuelle Übergriffe beklagten. Nach nur sechs Monaten klopfte er wieder an die Bürotür des Boss. Der hatte zufällig gerade zwei Anaesthesisten gefeuert und stellte den zerknirschten P. nach einer Moralpredigt und mit der Auflage, sich von N. fernzuhalten, wieder ein.
Vor einem Jahr wurde der Boss erneut mit einem Sexvideo konfrontiert, aufgenommen früh morgens eine Stunde vor Dienstbeginn in einem Kellerraum des Gebäudes, in dem unsere Klinik einige Stockwerke gemietet hat. Ob es sich bei den beiden Personen um Mitarbeiter unserer Organisation handelte, fragte der Sicherheitsdienst. Der Boss erkannte zweifelsfrei N. und P.
P. war zu diesem Zeitpunkt nicht feuerbar, weil er mitten in seiner für die Klinik prestigeträchtigen Habilitation steckte, und auch Intensivschwestern waren gerade knapp, so blieb es bei einer Standpauke für die beiden und einer Gehaltskürzung. Was bringt zwei Menschen mittleren Alters dazu, morgens um vier aufzustehen statt um fünf, um in einem dreckigen Keller einen Quickie hinzulegen, bevor man sich ungeduscht zu einem Zehnstundentag in einen OP begibt?
N., die P. gut genug kennt, zu wissen, dass er alles bespringt, was ihn lässt, ist mit der physischen Nähe von Z. zu P., in welcher sich Z. nun für drei Monate befindet, nicht einverstanden und macht Z. und P. das Leben schwer. Und ich muss mir Z.s Klagen über N.s Mobbing und P.s Unfreundlichkeiten anhören, während mich P. schneidet und mir N. jeden Tag die ehrenwerte Matrone vorspielt.
P., der Anaesthesiechef, redet nicht mehr mit mir, nachdem wir fünf Jahre lang ein herzliches Verhältnis hatten. Er ist sauer, weil er nun mit Z., einer ausgezeichneten Intensivschwester, zusammenarbeiten muss, seit der Boss und ich Personalrotationen beschlossen haben, um die Kommunikation zu verbessern.
P. mag Z. nicht, und daran ist N. schuld, die pflegerische Leitung der Intensivstation. N. hat früher die Anaesthesie geleitet, bis ein Geschlechtsakt mit P. an einem unbedacht gewählten Ort in den Räumlichkeiten unserer Klinik von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurde. Solches Verhalten zweier verheirateter Mitarbeiter ist in diesem Kulturkreis nicht zu dulden, sodass sich der Boss gehalten fühlte, zunaechst N. auf die Intensivstation zu versetzen und einige Wochen später P. zu feuern, nachdem dieser auch noch wiederholt Pausenbrote von Pflege- und Reinigungspersonal gestohlen und verzehrt hatte. Es gab Videobänder, auf welchen wütende hungrige Putzfrauen ihre Backwaren einwandfrei identifizierten, bevor sie in P.s Schlund verschwanden.
Während N. auf der Intensivstation bald zur Leitung aufstieg, nachdem der Boss ihre Vorgängerin gefeuert hatte, der Anlass ist mir entfallen, versuchte P., seinen drei Söhnen das Studium weiter zu finanzieren, indem er in einer Massagepraxis Akupunktur praktizierte. Das scheiterte daran, dass sich mehrere Klientinnen über sexuelle Übergriffe beklagten. Nach nur sechs Monaten klopfte er wieder an die Bürotür des Boss. Der hatte zufällig gerade zwei Anaesthesisten gefeuert und stellte den zerknirschten P. nach einer Moralpredigt und mit der Auflage, sich von N. fernzuhalten, wieder ein.
Vor einem Jahr wurde der Boss erneut mit einem Sexvideo konfrontiert, aufgenommen früh morgens eine Stunde vor Dienstbeginn in einem Kellerraum des Gebäudes, in dem unsere Klinik einige Stockwerke gemietet hat. Ob es sich bei den beiden Personen um Mitarbeiter unserer Organisation handelte, fragte der Sicherheitsdienst. Der Boss erkannte zweifelsfrei N. und P.
P. war zu diesem Zeitpunkt nicht feuerbar, weil er mitten in seiner für die Klinik prestigeträchtigen Habilitation steckte, und auch Intensivschwestern waren gerade knapp, so blieb es bei einer Standpauke für die beiden und einer Gehaltskürzung. Was bringt zwei Menschen mittleren Alters dazu, morgens um vier aufzustehen statt um fünf, um in einem dreckigen Keller einen Quickie hinzulegen, bevor man sich ungeduscht zu einem Zehnstundentag in einen OP begibt?
N., die P. gut genug kennt, zu wissen, dass er alles bespringt, was ihn lässt, ist mit der physischen Nähe von Z. zu P., in welcher sich Z. nun für drei Monate befindet, nicht einverstanden und macht Z. und P. das Leben schwer. Und ich muss mir Z.s Klagen über N.s Mobbing und P.s Unfreundlichkeiten anhören, während mich P. schneidet und mir N. jeden Tag die ehrenwerte Matrone vorspielt.

