Da ist er...

...endlich ein Beweis für die angebliche Sprödigkeit der Norddeutschen.
Nächstes Jahr:
keine Nacht- oder Feiertagsarbeit mehr für zuwenig Geld
reinen Gewissens sein
nie wieder unter Wert verkaufen
Lumbago auskurieren
Sehr geehrte Frau Höchstevorgesetzte,
mit Befremden habe ich Ihre Reaktion auf meine Kündigung zur Kenntnis genommen. Wie Sie sicherlich wissen, ist weder Ihr Einverständnis für eine Kündigung erforderlich, noch genügt eine Fotokopie mit handschriftlichem Vermerk den formalen Anforderungen der Situation.
Da ich davon ausgehe, dass Sie gar nicht wissen, wer ich bin, fasse ich Ihre Reaktion nicht als persönliche Kränkung auf. Allerdings möchte ich Ihnen rückmelden, dass Sie damit, bewusst oder unterbewusst, abgrundtiefe Geringschätzung für Ihr Personal widerspiegeln. Sollten Sie nach dem Motto "Reisende soll man nicht aufhalten" gehandelt haben, wäre dennoch ein Zweizeiler angebracht gewesen, der üblicherweise Formeln wie "mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis" und "wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute" enthält. Immerhin hatte ich schon in Erwartung Ihres Desinteresses an möglichen Personalbindungsstrategien darauf verzichtet, Ihnen Kündigungsgründe mitzuteilen.
Vor dem Hintergrund der unermüdlichen Vorstandsbemühungen um Unternehmenskultur (Knigge etc.) hoffe ich, Sie nehmen dieses Schreiben zum Anlass, Ihren Kommunikationsstil zu überdenken.
Mit den besten Wünschen für Ihre weitere Laufbahn
Die Nachtschwester

