So nicht!
Gestern: Brief an den Vorstand geschrieben gegen neu erschienenen Verhaltenskodex. Man will den Mitarbeiter zu "höchstprofessionellem Umgangsstil" mit PatientInnen und Angehörigen motivieren. Im Zuge dessen fordert man ihn u. a. auf, auf gepflegte Kopf- und Gesichtsbehaarung zu achten und unangenehme Gerüche zu vermeiden, Termine einzuhalten, einander freundlich zu grüßen und sich für geäußerte Beschwerden zu bedanken:
Amerikanischen Kosmetikversand wiederentdeckt, der Begierdeobjekte hier nicht erhältlicher Marken für kleines Geld und versandkostenfrei in die ganze Welt verschickt, außer nach: Frankreich, Deutschland, Italien, Monaco. Wieso man aus einer Handelszone, der EU, vier Länder herauspickt, in denen man nichts verkaufen will, wollte ich per Mail wissen. Die Antwort kam prompt:
Abends unbedacht an der Schanze bei uns bis dahin unbekanntem Italiener platzgenommen. Über eine Stunde auf Essen gewartet (Bruschetta und Salat mit Salciccia), dreimal bei lustlosem Kellner nachgefragt ("Kommt!" - "Und wann?" - "Kommt!"), Getränke bezahlt, dem Chef ordentlich Bescheid gesagt, dabei Herrn Nachtschwester verschreckt ("So kenn ich dich gar nicht!"), zum Türken gegangen, schnell gut gegessen.
ToDo-List:
Falls das Dokument Unternehmenskultur transportiert, dann eine, die ihre Mitarbeiter nicht als erwachsene, mündige Menschen begreift, sondern als eine Zusammenballung ungewaschener sozialer Inkompetenz, die mit Verhaltensanweisungen in kindergartenhaft-anmaßender Wir-Form erzogen werden muss.Nach der Autowäsche denselben Vogeldreckfleck reklamiert, der mich zur Waschanlage geführt hat, zu der ich eigentlich gar nicht mehr hatte fahren wollen, weil das Auto nie sauber wird. Der freundliche Geschäftsführer griff persönlich zum Lappen und besserte nach.
Amerikanischen Kosmetikversand wiederentdeckt, der Begierdeobjekte hier nicht erhältlicher Marken für kleines Geld und versandkostenfrei in die ganze Welt verschickt, außer nach: Frankreich, Deutschland, Italien, Monaco. Wieso man aus einer Handelszone, der EU, vier Länder herauspickt, in denen man nichts verkaufen will, wollte ich per Mail wissen. Die Antwort kam prompt:
Dear Customer,Die will mich veralbern.
Thanks for your e-mail. Unfortunately we are unable to ship to addresses in GERMANY. However, we will keep you informed if the situation changes. We apologise again for blablabla.
I am aware you´re not shipping to Germany. It says so in your FAQs. Again, my question was, why would you ship to 150 countries worldwide but exclude part of the European Union?Hierzu passt übrigens das Tagebuch eines frustrierten Verbrauchers in der Brand Eins - Augustausgabe (nächsten Monat online zu lesen).
Abends unbedacht an der Schanze bei uns bis dahin unbekanntem Italiener platzgenommen. Über eine Stunde auf Essen gewartet (Bruschetta und Salat mit Salciccia), dreimal bei lustlosem Kellner nachgefragt ("Kommt!" - "Und wann?" - "Kommt!"), Getränke bezahlt, dem Chef ordentlich Bescheid gesagt, dabei Herrn Nachtschwester verschreckt ("So kenn ich dich gar nicht!"), zum Türken gegangen, schnell gut gegessen.
ToDo-List:
- Mich fragen, wieso ich erst so alt werden musste, um spontan aus der Hüfte zu protestieren, ohne vorher das Risiko abzuwägen, hinterher als Zicke dazustehen. Ist das eine Mädchenerziehungsaltlast oder geht es den Herren ähnlich?

