Das Leben ist ein Minenfeld
Ein ganz besonderer, glücklicher Abend nach einem langen, traurigen Tag, in dessen Verlauf der Boss fast das komplette OP- und Anaesthesiepersonal gefeuert hatte, darunter gute, langjährig loyale Leute, weil es ihm eben so einfiel, und weil sie in dieser Bananenrepublik keine rechtliche Handhabe haben.
Ein fantastisches Abendessen mit guten Freunden, einem wunderbaren, gastierenden deutschen Kinderkardiologen ("Ich stupse sie einfach auf die Nase und fange an zu singen. Das funktioniert auch in Palästina, Namibia und China."), einem gefährlich attraktiven tschechischen Medizintechniker und einer verblühenden einheimischen Kinderärztin, bei der nicht klar war, ob sie es mehr auf den kleinen Professor oder den saftigen Tschechen abgesehen hatte. Ein Kaminfeuer, eine Saiteninstrumententruppe, die an unserem Tisch Lilli Marleen aufspielte, weil sie mich mit dem Professor hatten deutsch sprechen hören, da war schon Wein geflossen und es um mich geschehen. Allerdings gingen meine beiden Mitarbeiter nicht richtig mit, da fühlte ich mich beflissen, dem Professor gegenüber die Ursache der gedrückten Stimmung zu erwähnen. Das hatte er im Kokon des Katheterlabors singenderweise nicht geahnt. "Wenn das so ist, komm ich nicht mehr her." Neiiiiin! "Aber du kommst doch wegen der Kinder, nicht wegen Boss! Wer soll denn hier die ganzen Interventionen...." Ogottogottogott, all die unbehandelten Kinder! Ich trinke nie mehr in Gesellschaft. Das ganze Leben ist ein Minenfeld. Wieso kann ich nicht einmal die Klappe halten. Der Boss ist der Schuft, aber am Ende bin immer ich schuld. Ich gab noch zwei Runden aus, in der Hoffnung, der Professor erinnert sich morgen nicht mehr und verhilft noch Hunderten herzkranker Kinder hierzulande zu Gesundheit und zu glänzenden Karrieren als Juristen, die eines Tages menschenverachtende Frühkapitalisten wie den Boss aus dem Land prügeln.
Ein fantastisches Abendessen mit guten Freunden, einem wunderbaren, gastierenden deutschen Kinderkardiologen ("Ich stupse sie einfach auf die Nase und fange an zu singen. Das funktioniert auch in Palästina, Namibia und China."), einem gefährlich attraktiven tschechischen Medizintechniker und einer verblühenden einheimischen Kinderärztin, bei der nicht klar war, ob sie es mehr auf den kleinen Professor oder den saftigen Tschechen abgesehen hatte. Ein Kaminfeuer, eine Saiteninstrumententruppe, die an unserem Tisch Lilli Marleen aufspielte, weil sie mich mit dem Professor hatten deutsch sprechen hören, da war schon Wein geflossen und es um mich geschehen. Allerdings gingen meine beiden Mitarbeiter nicht richtig mit, da fühlte ich mich beflissen, dem Professor gegenüber die Ursache der gedrückten Stimmung zu erwähnen. Das hatte er im Kokon des Katheterlabors singenderweise nicht geahnt. "Wenn das so ist, komm ich nicht mehr her." Neiiiiin! "Aber du kommst doch wegen der Kinder, nicht wegen Boss! Wer soll denn hier die ganzen Interventionen...." Ogottogottogott, all die unbehandelten Kinder! Ich trinke nie mehr in Gesellschaft. Das ganze Leben ist ein Minenfeld. Wieso kann ich nicht einmal die Klappe halten. Der Boss ist der Schuft, aber am Ende bin immer ich schuld. Ich gab noch zwei Runden aus, in der Hoffnung, der Professor erinnert sich morgen nicht mehr und verhilft noch Hunderten herzkranker Kinder hierzulande zu Gesundheit und zu glänzenden Karrieren als Juristen, die eines Tages menschenverachtende Frühkapitalisten wie den Boss aus dem Land prügeln.

