Nebel, immernoch
Den kleinen Weissen habe ich schon vor zwei Jahren vor dem Hotel kennengelernt. Er war mager und verdreckt, hinkte und hatte entzündete, völlig verklebte Augen. Ich habe ihn lange nicht gesehen, weil ich zuletzt immer in einer Wohnung untergebracht war. Überraschenderweise lebt er nicht nur, sondern ist dick geworden, Bein und Augen sind verheilt, und er hat einen grossen schwarzen Kumpel ständig bei sich.
Einmal um diese Jahreszeit hat eine Hündin auf dem Fussabtreter vor dem Hinterausgang des alten Krankenhauses, in dem unser Zentrum untergebracht ist, fünf bunte Welpen geworfen und bis in den kältesten Winter hinein gesäugt. Niemand hier hat etwas für die Streuner übrig, aber die fünf waren so niedlich, und direkt vor der Tür, dass Mitarbeiter ihnen gelegentlich Essensreste hinwarfen. Später fanden wir zwei von ihnen erfroren auf dem Gelände.
Eine Zeitlang habe ich eine Dreierclique von Streunern beobachtet, die alle nur drei Beine hatten, ein unverdrossener eingeschworener Invalidenverein.
Ganz zu Anfang gab es einen freundlichen grauen Hund, der jeden Morgen vor dem Hotel auf mich wartete und mich bis fast zur Klinik, bis zur Reviergrenze des dort ansässigen Rudels, begleitete. Der ist leider nicht mehr da.

Ich habe mich verabschiedet und gepackt, aber keiner weiss, ob der Flughafen morgen geöffnet sein wird, wegen des Nebels. Diese Woche sind schon Reisende über die Grenze auf den Flughafen in Pristina ausgewichen, und sassen dort 26 Stunden lang fest - wegen Nebels! - bevor man sie zu einem sechs Stunden entfernten weiteren Ausweichflughafen ausweichen liess. Sollte es erwartungsgemäß morgen neblig sein, wird man mich gleich geordnet zu einem garantiert nebelfreien Flughafen drei Stunden von hier fahren.
Ich will morgen abend in Hamburg Tapas essen.

Einmal um diese Jahreszeit hat eine Hündin auf dem Fussabtreter vor dem Hinterausgang des alten Krankenhauses, in dem unser Zentrum untergebracht ist, fünf bunte Welpen geworfen und bis in den kältesten Winter hinein gesäugt. Niemand hier hat etwas für die Streuner übrig, aber die fünf waren so niedlich, und direkt vor der Tür, dass Mitarbeiter ihnen gelegentlich Essensreste hinwarfen. Später fanden wir zwei von ihnen erfroren auf dem Gelände.
Eine Zeitlang habe ich eine Dreierclique von Streunern beobachtet, die alle nur drei Beine hatten, ein unverdrossener eingeschworener Invalidenverein.
Ganz zu Anfang gab es einen freundlichen grauen Hund, der jeden Morgen vor dem Hotel auf mich wartete und mich bis fast zur Klinik, bis zur Reviergrenze des dort ansässigen Rudels, begleitete. Der ist leider nicht mehr da.

Ich habe mich verabschiedet und gepackt, aber keiner weiss, ob der Flughafen morgen geöffnet sein wird, wegen des Nebels. Diese Woche sind schon Reisende über die Grenze auf den Flughafen in Pristina ausgewichen, und sassen dort 26 Stunden lang fest - wegen Nebels! - bevor man sie zu einem sechs Stunden entfernten weiteren Ausweichflughafen ausweichen liess. Sollte es erwartungsgemäß morgen neblig sein, wird man mich gleich geordnet zu einem garantiert nebelfreien Flughafen drei Stunden von hier fahren.
Ich will morgen abend in Hamburg Tapas essen.


